Im Tabellenkeller brennt noch Licht
- erstellt von Rüdiger
3. Herren 

Nach zwei klaren Auswärtsniederlagen stand am vergangenen Samstag unser erster Heimspieltag in der Verbandsliga auf dem Spielplan.

Aber was heißt schon Heimspiel, wenn unsere Gegner jeweils ihre Damenmannschaften mit in der Halle haben?

Schon vor dem Spieltag hatten uns die Wikingerfrauen um Helga an den Rande einer Niederlage gebracht, als sie kurzfristig den Küchendienst verweigerten und nicht mehr an unserem Buffet teilnehmen wollten. Ob durch seinen unvergleichbaren Charme oder ein Machtwort: Rudi der Schreckliche konnte dieses Schicksal dann in der Halle doch noch abwenden, so dass wir gemeinsam ein rekordverdächtig leckeres und abwechslungsreiches Buffet auf das Whiteboard zaubern konnten.

Bis zur ersten Niederlage des Tages war es dann allerdings doch nicht mehr weit. Unsere Verhandlungsposition über die Verteilung der Hallendrittel hat Sebi mit einer militärisch anmutenden Säuseleinlagederart geschwächt, dass wir uns dem Wunsch der Damen widerspruchslos fügten und das hinterste Drittel bezogen.

Geradezu ein wahrer Platz an der Sonne! Dazu aber später mehr.

Wir baten die Jungs vom Wiker SV zuerst aufs Parkett. Diese sonnten sich nicht nur in ihrer Rolle als Meister der Vorsaison, sondern auch im gleißenden Licht unseres Zentralgestirns, das Dank der Elmschenhagener Jalousienfehlfunktion die gegnerische Hälfte des Spielfeldes erhellte (siehe auch: Verteilung der Hallendrittel).

An diesen ersten Satz werden wir uns noch gerne und lange erinnern, denn wir spielten unsere Gegner sehenswert schwindelig und konnten den Satz mit 25:15 klar für uns entscheiden.

Uns war klar, dass wir nach dem Seitenwechsel mit deutlich erhöhtem Druck der Wikinger rechnen mussten, die nun im Schatten des Satzverlustes wie auch der Halle aufschlagen mussten. Leider gelang es uns nicht, die Fahrt aus dem ersten Satz mitzunehmen und dem Spiel des Gegners weiter auf Augenhöhe oder darüber zu begegnen. Im Gegenteil kassierten wir eine um die andere Serie anspruchsvoller Aufschläge, aus denen wir nicht mehr zu unserem Spielaufbau fanden. Mit 8:25, 13:25 und 14:25 sind wir schließlich deutlich untergegangen, während Hägar mit seiner Mannschaft siegreich den Frauen in der Heimat entgegen segelte.

Wir trösteten uns derweil am Buffet, während unsere Freunde vom KTV (siehe auch: Derb, derbyer am DEBYSTEN auf diesem Kanal) sich auf das zweite Highlight des Tages vorbereiteten.

Es fehlt heute leider die Zeit, den Bericht erneut zu einem Derby hochzusterilisieren - es will hier schließlich niemand den Pulitzerpreis gewinnen - aber wir sind sicher, dass auch diese Zeiten wiederkehren werden.

Zurück aufs Feld also. Wir verloren auch dieses Spiel, mit 0:3 Sätzen im Ergebnis sogar deutlicher als zuvor. Während wir den ersten Satz noch offen gestalten konnten und mit 23:25 nur knapp abgeben mussten, reichte unsere bröckelnde Gegenwehr im zweiten Satz zu nur noch 21 Punkten um dann im dritten und letzten Satz mit 14 erreichten Punkten auf unserem Konto vollends zusammenzubrechen.

Ein Glück gibt es die Wikinger, die uns folgendes Sprichwort überliefert haben:

Var det ikke for mørket,
så visste vi ikke om sternene.

(Gäbe es das Dunkel nicht,
wüssten wir nicht von den Sternen.)

In diesem Sinne: Im Tabellenkeller brennt noch Licht!

Morgen, Samstag, 27.10.2018 treten wir bei unseren Kellernachbarn in Husum an. Spielbeginn ca. 17:00 Uhr, Theodor-Storm-Schule in Husum

#Erlege.den.Friesengeist