2. Herren schaffen Klassenerhalt!
- erstellt von Micha
2. Herren 

Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss!

Mit angemessener Gelassenheit fuhren die 2. Mettenboys gestern für das letzte Spiel der Saison zum Tabellenführer. Zwei Punkte Vorsprung auf den TSV Wattenbek und damit auf den ersten Abstiegsplatz gaben uns die Sicherheit, dass der Abstieg fast unmöglich war. Schließlich mussten die Wattenbeker auch nur noch gegen den nahezu ungeschlagenen Wiker SV antreten und der - da waren sich alle sicher - würde den Sack fix mit 3:0 zumachen.


Wir bedienten uns am Buffet und machten es uns als Schiedsgericht des ersten Spiels gemütlich, doch spätestens nach dem ersten Satz war es mit der Gelassenheit vorbei. Wattenbek überraschte mit starken Aufschlägen, extrem guter Abwehrleistung und harten Angriffen. Die ungewohnt unsicheren Wiker zeigten Nichts von ihrer Souveränität und machten einen Eigenfehler nach dem anderen. Wattenbek gewann deutlich mit 25:17. Das tat weh. Wir waren uns aber sicher: Die Wikinger waren überheblich an die Sache rangegangen. Das würde sich nicht wiederholen.
Tatsache blieb: Wik konnte umstellen, Auszeiten nehmen, mit dem Schiedsgericht schimpfen und kämpfen, wie sie wollten. Es änderte nichts daran, dass Wattenbek einfach den besseren Volleyball spielte. Im zweiten Satz stand es zwischenzeitlich 14:4 für Wattenbek. Kommentar von Mahlert: "Ich glaube ich träume, das kann doch gar nicht wirklich passieren!" Am Ende machte nicht wie erwartet Wik, sondern Wattenbek den Sack mit 3:0 zu. Und auf einmal standen wir auf dem Abstiegsplatz. Surrealer Shit.
Dennoch: Die kurze Analyse der Tabelle zeigte, dass ein Punkt reichen würde, um sich den Klassenerhalt zu sichern. Ein 2:3 gegen die schwachen Wiker schien nicht unmöglich. Hatten die Wattenbeker doch bewiesen, wie labil die Souveränität des Tabellenführers sein konnte.


Im ersten Satz kämpften wir und gewannen wichtige Ballwechsel, konnten aber nicht ganz unser Potenzial ausschöpfen. Die Wikinger gewannen zu 21, doch wir hatten gezeigt, dass wir mithalten und sogar besser spielen konnten.
Im zweiten Satz zeigten wir genau das. Starke Aufschläge und eine solide Abwehr- und Blockarbeit sorgten auf der anderen Feldhäfte für uninspirierte Angriffe und wir gewannen recht deutlich zu 19. Jetzt waren wir heiß. Wenn wir noch einen Satz gewinnen würden, wäre der Klassenerhalt geschafft. Doch auch Wik trumpfte noch einmal auf und machte jeden Punkt zu einem Kampf. Mit ungebrochenem Kampfgeist gaben wir auch in schlechten Phasen nicht auf und schafften es immer wieder, uns heranzukämpfen und in Führung zu gehen. Schließlich bolzte Wik einen Angriff solide an die Wand und sicherte uns damit mit 24:26 den Klassenerhalt.

Nun könnte man meinen, dass wir vor lauter Euphorie auch den nächsten Satz gewannen. Doch wir blieben unserer minimalistischen Linie treu. Wik sicherte sich die nächsten beiden Sätze. Wir verschwendeten aber nicht allzu viel Zeit für Traurigkeit. In einem an Dramatik kaum zu überbietenden Saisonfinale haben wir am Ende gezeigt, dass wir es verdient haben, in der Verbandsliga zu spielen. Oder, um es mit den Worten von Trainertim zu sagen: "Es war nicht alles schlecht!"


Die Leistung der Wattenbeker nötigt uns allerhöchsten Respekt ab. Wäre es für uns nicht um die Wurst gegangen, hätten wir euch den Klassenerhalt absolut gegönnt!
Am Ende bleibt dennoch zu sagen:
Wattenbek: Besser gegen Wik.
Mettenhof: Besser in der Verbandsliga.


Wir verabschieden uns bis zur nächsten Saison. Dann wollen wir nicht nur zeigen, dass wir in die Verbandsliga gehören, sondern auch, dass wir Nichts am unteren Ende der Tabelle zu suchen haben.