+++Derbysieg, Klassenerhalt und Kollektivstrafe+++
1. Herren 

Die Regionalligasaison 19/20 ist für die Mettenboys Geschichte. Am Samstag wurde sie krachend mit einem packenden Derby beendet.

Es war alles angerichtet für einen spektakulären Showdown zwischen den beiden Kieler Teams in der Regionalliga Nord. Ganz Volleyball-Kiel erwartete dieses ewig junge Duell zwischen den beiden Kontrahenten. Denn während die Adler und Adlerchen in der zweiten und dritten Liga alleine ihre Kreise ziehen, so hauen sich doch jedes Jahr die Regioveteranen vom KTV und die Mettenboys ehrlich die Kieler Bälle um die Ohren. Während es die letzten Jahre immer hieß: Meister gegen Abstiegskandidaten, so fand man dieses Mal eine ganz andere Konstellation vor. Es wurde zum Abstiegskrimi in die Gellert gebeten.

Schon im Vorfeld wurde vom alles entscheidenen Spiel gesprochen, denn es stand fest: Für den Verlierer wird es kühl im Tabellenkeller. So wurde bei beiden Mannschaften tief in die Trickkisten gegriffen, während beim KTV F. Lüdike zum 100. Mal aus dem Volleyballruhestand reaktiviert wurde, bügelt auf Mettenhofer Seite M. Kreische sein Trikot faltenfrei. Das brachte auch A. Poldi Freudentränen in die Augen, denn er schläft seit Jahren in der von Kreische handsignierten Mettenboys-Bettwäsche- quasi Fan der ersten Stunde.

Punkt 18 Uhr, die Gellert war gut gefüllt, das Buffet schon halb geräubert, die Bässe des Einspielmixes wummerten und Schiedsrichter Kubitza pfiff die Party mit einem „hohen C“ an.

Ab diesem Zeitpunkt gaben beide Mannschaften Vollgas. Es wurde auf beiden Seiten Bälle gekratzt, geballert und ordentlich Emotionen gezeigt. Und so gelang es den Mettenboys in ihrem letzten Saisonspiel das umzusetzen, was man so oft während der Saison vermisst hatte. Es wurde gut aufgeschlagen, der Block stand wie der weiße Riese in Mettenhof und gekratzte Bälle wurden konzentriert und ruhig zu Ende gespielt. Dazu hatte Russenkanone Dergatchev gut die Schulter geölt und bereitete den KTVlern einige Probleme (Folge: MVP-Kiste). Somit konnte man den ersten Satz direkt gewinnen. Und auch der zweite Satz war eine ausgeglichene Partie, bis in der Crunchtime sich H. Michaelsen (dieser Junge hat verdammt große Schuhe) ein Herz nahm und mit starken Aufschlägen den Satzausgleich erzielte.

Im dritten Satz zeigt dann LB4-Brownswag, dass er auch große Füße hat und brachte mit gewaltigen Floatern den Mettenboys-Sechser komfortabel in Führung. Und auch hier zeigte sich die Reife der Mettis. Dazu LB4: „In dieser Phase hat bei uns viel gepasst. Jeder weiß, dass Joscha immer passiv blockt, aber in dieser Phase hat der aggressive Junge die Bälle reihenweise passiv ins gegnerische prallen lassen.“ Damit war schon ein Punkt sicher und ein paar Kiesel vielen von den Herzen der Mettenhofer. Dennoch musste man nach verlorenem vierten Satz in den Tiebreak. Damit bot das Derby also die erhoffte Spannung. Das sah auch das Adler-Trainerteam Behlen/Söhlbrandt so, die nebeneinander für ihre jeweiligen Teams klatschten.

Der Tiebreak ist schnell erzählt. Schnelle Führung von uns, Sieg für uns, Klassenerhalt!

Der Jubel kannte keine Grenzen, denn es war allen klar, dass mit dem 3:2 Sieg der Verbleib in der Regionalliga geschafft war. Schnell wurde das Siegerfoto geschossen und die Mannschaft verschwand in die Kieler Nacht, um sich selber zu zelebrieren. Denn eins ist klar: Darin sind wir richtig gut!

Hier noch einige Side-facts, die nicht sinnvoll in den Fließtext eingearbeitet werden konnten:

  • Derbysieger, Derbysieger Hey Hey!
  • Roys Jogger verschafft uns Kolletivverbot im Tuch
  • Zuhause siegen ist schön!
  • Kreische hatte sein gebügeltes Trikot beim Spiel gar nicht an
  • Nie mehr Verbandsliga, Nie mehr, Nie mehr!
  • Ole wollte immer schon mal auf der Bergstraße Springseil springen – check.
  • Wir sind halt ne Rückrundenmannschaft
  • Wir schließen erstmals eine Saison vor dem KTV ab, auch tabellarisch
  • Kiel regiert der TuS HM!

Wir freuen uns nächstes Jahr wieder auf Euch.

Eure #mettenboys